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Den bisher besten Film 2026 gibt es jetzt endlich auch im Heimkino – ein filmgewordener Albtraum!

Von Stefan Geisler

Das Kinojahr 2026 hat für mich schon einige Highlights bereitgestellt: Beispielsweise die hervorragende Beziehungs-Satire „Das Drama – Noch mal auf Anfang“, die nicht nur brillant gespielt ist, sondern auch knallhart unsere Wunschvorstellungen bei der Partnerwahl und gesellschaftliche Doppelmoral hinterfragt. Kommen wir damit klar, wenn die geliebte Person nicht der Vorstellung entspricht, die wir uns im Kopf ausgemalt haben? Ebenfalls stark: Die erstaunlich gelungene Bestseller-Verfilmung „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Simon Verhoeven oder der leider komplett untergegangene „28 Years Later: The Bone Temple“.

Doch auf dem Spitzenplatz meiner persönlichen Jahresliste steht aktuell „Obsession - Du sollst mich lieben“. Dieser kleine Horror-Schocker von Curry Barker hatte bereits vor dem deutschen Kinostart einen unfassbaren Hype entfacht. Normalerweise bin ich bei solchen Filmen dementsprechend etwas vorsichtig – denn viel zu oft wird das Endprodukt den Vorschusslorbeeren nicht gerecht. Im Falle von „Obsession“ schließe ich mich aber vollends den begeisterten Stimmen an: Diese 109 Minuten waren das intensivste Leinwand-Erlebnis, das ich seit vielen Jahren hatte.

Wer „Obsession - Du sollst mich lieben“ bislang verpasst hat oder Gruselstreifen sowieso viel lieber in den eigenen vier Wänden schaut, der bekommt jetzt endlich die Möglichkeit, sich den Film auf DVD*, Blu-ray* oder in 4K-UHD zu sichern:

"Obsession": Das ist die Handlung

Bear (Michael Johnston) arbeitet gemeinsam mit seinem besten Freund Ian (Cooper Tomlinson) in einem Musikgeschäft. Während Bears gute Freundin Sarah (Megan Lawless) offenbar mehr für ihn empfindet, als sie zugibt, hat der hoffnungslose Romantiker nur Augen für seine Kollegin Nikki (Inde Navarrette). Dumm nur, dass sie ihn bereits seit Jahren in die gefürchtete Friend Zone verbannt hat. Und selbst wenn Nikki ihre Meinung ändern würde, wäre Bear vermutlich viel zu schüchtern, um ihr seine Gefühle zu gestehen.

Dann entdeckt Bear in einem Esoterik-Shop ein sogenanntes „One-Willow-Wish“ – ein weidenzweigartiges Spielzeug, das seinem Besitzer angeblich einen Wunsch erfüllt, wenn es zerbrochen wird. Bear weiß natürlich, dass das Ganze kompletter Unsinn ist. Trotzdem kann er der Versuchung nicht widerstehen und wünscht sich kurzerhand, dass Nikki ihn mehr liebt als alles andere auf der Welt. Zunächst scheint sein Wunsch tatsächlich in Erfüllung zu gehen. Doch schon bald muss Bear feststellen, dass er damit etwas in Gang gesetzt hat, das er sich ganz anders vorgestellt hat – und das er schon bald bitter bereut.

Die Horror-Szene des Jahres!

Ich habe mich im Kino schon lange nicht mehr richtig gefürchtet – aber bei „Obsession - Du sollst mich lieben“ schlotterten mir die Knie ganz gewaltig. Nikkis diabolische Unberechenbarkeit in Paarung mit Bears Passivität sorgt für einige der intensivsten Kinomomente des Jahres. Die Szene, in der Nikki mitten in der Nacht in der Ecke des Schlafzimmers steht, um Bear beim Schlafen zu beobachten, sorgt bei mir noch immer für Gänsehaut.

In unserer FILMSTARTS-Kritik gab es dafür vollkommen verdient 4,5 von 5 möglichen Sternen. In der Besprechung heißt es: „‚Obsession - Du sollst mich lieben‘ ist einer der doppelbödigsten, cleversten, garstigsten, dichtesten und heftigsten Schocker seit langem – und neben Curry Barker ist auch die Hauptdarstellerin Inde Navarrette eine absolute Entdeckung!“