
Scheinbar wollen die Macher von „South Park“ den Umbenennungen von Donald Trump zuvorkommen – sicher ist sicher. So haben Matt Stone und Trey Parker jetzt angekündigt, dass die Kultserie in ihrer 29. Staffel vorübergehend unter neuem Namen firmieren wird: Aus „South Park“ wird „South America“.
UPDATE: Nun gibt es auch einen Starttermin für die 29. Staffel: Am Freitag, den 18. September, geht exklusiv bei Paramount+ in Deutschland, Österreich und der Schweiz los. Die Free-TV-Premiere erfolgt am gleichen Tag bei Comedy Central Deutschland: Dort werden die neuen Episoden jeden zweiten Freitag um 22:00 Uhr ausgestrahlt. In den USA war die neue Staffel in der Nacht zum Donnerstag gestartet.
Die erste neue Episode trägt den Titel „South American Biker Gangs“. Darin halten E-Bikes Einzug in South America und die Kids übernehmen die Kontrolle über die Straßen der Stadt.
Mit der Aktion reagieren die beiden Showrunner zugleich auf Apple und Google, die eine umstrittene geografische Umbenennung in ihren Kartendiensten übernommen hatten. US-Präsident Trump hatte zuletzt unter anderem den Lake Ontario in Lake America umbenennen lassen. Die Macher der Serie kommentieren dies gewohnt sarkastisch: Inspiriert von der Tapferkeit und dem Patriotismus, den Apple und Google beweisen, ändern wir den Namen von ‚South Park‘ in ‚South America‘. Wie lange die Serie tatsächlich unter ihrem neuen Titel auftreten wird, ist noch offen.
Auch Trumps Umgang mit geografischen Bezeichnungen liefert seit Beginn seiner zweiten Amtszeit immer wieder Stoff für Kritik und Satire. So ließ er den Golf von Mexiko per Dekret in Golf von Amerika umbenennen. Zudem hatte Trump mehrfach öffentlich die Idee geäußert, Kanada zum 51. Bundesstaat der USA zu machen. Weitere Überlegungen betrafen auch eine mögliche Umbenennung des US-Bundesstaates New Mexico.
Einen Seitenhieb haben Stone und Parker zudem für den Mutterkonzern ihrer Serie übrig. Wir möchten besonders unserem Mutterkonzern Paramount danken – eine Skydance-Kapitulation, heißt es in ihrer Stellungnahme. „South Park“ wird in den USA bei Comedy Central ausgestrahlt, das zum CBS-Konzern gehört. Paramount wiederum wurde von Skydance übernommen. An der Spitze von Paramount Skydance steht David Ellison, der wie sein Vater Larry als Unterstützer Trumps gilt.
„South Park“ läuft bereits seit 1997 und hat sich stets durch seine Fähigkeit ausgezeichnet, aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen schnell aufzugreifen. Die bewusst einfach gehaltene Animation und die ungewöhnlich kurze Produktionszeit ermöglichen es den Machern, auf Ereignisse der Tagespolitik nahezu unmittelbar zu reagieren.
SerieAnimationComedy CentralSatireAus den USAmeldenSpooky78 (geb. 1978) am 09.09.2026 21:09
Ein erfreuliches Zeichen, dass Amerika noch nicht vollständig verblödet ist und es weiterhin Widerstand gegen diese unsägliche "Trumpisierung" des Landes mit der Aufgabe sämtlichen Anstands und dem Verfall aller moralischen Sitten gibt. Dennoch erstaunlich, dass dieses gerade von den South Park-Machern kommt, die sich ansonsten ja auch wenig an Konventionen halten. Aber wie so oft gilt offenbar auch hier: Erst in der Krise zeigt sich der wahre Charakter.meldenTobiasS0810 am 09.09.2026 19:13
South Park ist der Beweis, daß alles was Google, Meta und Co sagen, Mist ist. "Wir müssen uns Trump beugen, sonst ..."
Und South Park? Da wird kein Knie gebeugt. Da werden Wahrheiten angesprochen, Witze auf Kosten Trumps gemacht und es gibt kein "sonst..."
Danke South Park für den Beweis, Trump ist nur "Heisse Luft und nix dahinter". Weitet so... 💪meldenTorsten S am 09.09.2026 15:42
Lustig. Aber eins steht wohl schon fest, der nächste Präsident wird viel zutun haben um den ganzen Mist den Trump vergeigt hat, wieder gerage zu rücken bevor er echte Amtsaufgaben erledigen kann.meldenTin Star 2 am 09.09.2026 16:37
„MGGA“ „Make Germany Great Again“ heutiger Trump Post