
Heute Abend lädt RTL zum großen „HeidiFest“ im Münchner Hofbräuhaus – doch Teilen der Belegschaft dürfte die Lust auf Feiern gehörig vergangen sein. Wie DWDL berichtet, steht nach der Übernahme von Sky Deutschland durch RTL Deutschland ein weiterer umfangreicher Stellenabbau bei dem Unternehmen bevor: Rund 500 Stellen sollen bis Ende 2027 abgebaut werden – dies meisten davon sogar noch 2026! Es ist der zweite angekündigte Stellenabbau innerhalb von weniger als einem Jahr: Erst Ende 2025 wurde der Abbau von rund 600 Stellen in allen Firmenbereichen angekündigt und im ersten Quartal 2026 umgesetzt – der bis dato größte Stellenabbau in der Geschichte von RTL Deutschland (fernsehserien.de berichtete).
Der nun bekannt gewordene, geplante Abbau von weiteren 500 Stellen steht im engen Zusammenhang mit der Übernahme von Sky Deutschland durch RTL Deutschland. Die Fusion der beiden Medienhäuser ließ einen Stellenabbau bereits erwarten – dass er nun derart umfangreich ausfallen wird, ist insbesondere für die Mitarbeiter schockierend, die nun um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen.
Wie die BILD berichtet, wurde die Hiobsbotschaft den Mitarbeitern am heutigen Donnerstag von RTL-CEO Stephan Schmitter mitgeteilt, dass die 500 Stellen bis Ende 2027 abgebaut werden, der überwiegende Teil davon aber noch 2026. Dies bestätigte eine Sprecherin von RTL Deutschland dem Boulevardblatt. Konkret soll der Abbau laut BILD-Informationen 500 sogenannte Vollzeitäquivalente (VZÄ) betreffen. Dies bedeutet, dass letztendlich wohl mehr als 500 Angestellte ihren Job verlieren werden, weil viele in Teilzeit arbeiten.
Als Begründung für diese Maßnahme teilte eine RTL-Sprecherin gegenüber DWDL mit: Auf dem Weg zum führenden Medienunternehmen im deutschsprachigen Raum sollen mit dem Zusammenschluss jährliche Synergien in Höhe von 250 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren erzielt werden. Dies werde zum größten Teil durch Optimierung der Inhalte- und Sachkosten erreicht, doch es werden darüber hinaus eben auch Doppelstrukturen abgebaut, Verantwortlichkeiten gebündelt und effizientere und zukunftsorientierte Entscheidungsprozesse geschaffen.
Der Stellenabbau solle sozialverträglich erfolgen, in enger Abstimmung mit den zuständigen Betriebsräten und auch indem auslaufende Verträge nicht verlängert und offene Stellen nicht nachbesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen so vermieden werden. 150 der 500 Stellen sollen durch auslaufende Verträge und wegfallende offene Stellen gestrichen werden. Laut BILD-Informationen sollen den betroffenen Mitarbeitern Abfindungen sowie Unterstützung bei beruflicher Neuorientierung und Umschulungen angeboten werden.
DWDL berichtet, dass diese Art der Kommunikation insbesondere bei den Sky-Mitarbeitern in Unterföhring für eine Mischung aus Wut und Verzweiflung gesorgt habe. Weitere Details sollen die Arbeitnehmer in den kommenden Wochen erhalten.
RTLSky DeutschlandAus DeutschlandFernseh-BusinessmeldenSchreiberling (geb. 1983) am 19.09.2026 17:00
Mal wieder der typische Scheiß! Zwei riesen Unternehmen, mit großen Ansprüchen und noch größeren Schulden, fusionieren. Aha! Dabei sucht man nach "Synergien"; dass ich nicht lache!
Die wollen sparen!? Wie wäre es damit, die unnötigen Doppel und Dreifachstrukturen der Sender auszumisten! Wer sich das Programm, dieser Sendergruppe angesehen hat, ich persönlich tue das schon seit Jahren nicht mehr bewusst, der wird schnell feststellen, dass man die Hälfte der Sender dicht machen könnte. Insbesondere RTL2, sollte aus Gründen des guten Geschmacks geschlossen werden. Ich frage mich wo da unsere ach so wichtigen Aufsichtsbehörden sind! Und wie nicht anders zu erwarten, dürfen die Mitarbeiter es mal wieder ausbaden. Wenn, ich so was lese, könnte ich im Strahl kotzen!!! Ohnehin ist diese Branche eine Schande für Deutschland. Was dort arbeitstechnisch und arbeitsrechtlich abläuft, spottet jeder Beschreibung. Mittlerweile ist man so weit, dass man Teile des sogenannten "Programms" mit KI erstellen lässt. Welche geistige Armut. Diese Leute, dürften als Dauerarbeitslose enden. In solchen Fällen, hört man von der Politik nichts! Wenn, man sich dann noch anschaut, was das so produziert wird, fragt man sich warum man dafür Geld ausgeben sollte. Hoffentlich bekommen wir bald mal eine Regierung, die mit Hilfe ihrer Macht, den ganzen öffentlichen und privaten Rundfunksektor durchfegt. Mit dem eisernen Besen! Mein Mitgefühl gilt den Betroffenen.meldenUser 1358344 am 20.09.2026 19:39
Sie widersprechen sich ja wirklich gekonnt: Sie fordern die Einstellung ganzer Sender, aber kotzen im Strahl, weil das zulasten der Mitarbeiter geht. Ja, wie jetzt? Ausmisten, Doppelspurigkeiten beseitigen kostet immer betroffene Mitarbeiter den Job. Und dass die Privaten zuallererst auf KI setzen, war sowas von klar. Aber ob wirklich ideal wäre, wenn die Partei offenbar Ihres Vertrauens gelegentlich auch mal durchfegen würde, wage ich zu bezweifeln. Mal abgesehen von rechtlichen Hürden. Zumindest aktuell bestehen die ja noch.meldenschaulustig am 21.09.2026 16:59
Dein Gequatsche kannst du dir sparen. Deine "Regierung" soll also die gleichen Verbrechen "eisernen Besen", wie vor 100 Jahren begehen? Das hilft bestimmt den Arbeitsplätzen und der Menschheit.
meldenKazuyaSan (geb. 1985) am 18.09.2026 01:13
der ganze sender kann weg. Bauen stellen ab aber zeigen eine heidi klum show -.-meldenMikederWütende (geb. 1960) am 17.09.2026 18:39
RTL krallt sich viele Sportrübertragungen und füllt seine Sendetage damit auf. Ich habe nun SKY-Sport nicht abonniert, frage mich aber wozu ich dieses teure Abo brauchen würde? Das Angebot bei den beiden Streamern wird auch immer schlechter. Nur wenig neue Serien oder Filme und bei RTL+ läuft viel Reality. Leider müssen die Mitarbeitenden den Mist ausbaden.meldenWinslow (geb. 2001) am 17.09.2026 16:47
Gehört Leschek auch dazu?meldenA.W. (geb. 1982) am 17.09.2026 17:51
Nur den kleinen fleißigen Arbeitsbienen werden die Flügel gestutzt oder die Stachel gezogen! Ob sie danach draufgehen interessiert doch eh keinen; gibt doch sowieso zu viele davon.